Potenzialentfaltung

Potenzialentfaltung

Wie kannst du dein Potenzial voll entfalten?

10 Tipps zur Potenzialentfaltung

Menschen suchen nach der Möglichkeit sich selbst zu verwirklichen. Sie wollen damit endlich ihren Lebenssinn finden. Dafür müssen sie nur ihr Potenzial entfalten – hört man überall. Doch was heißt das eigentlich?

Was ist Potenzial?

Das Potenzial eines Menschen umfasst all seine Energie, Fähigkeiten, Stärken und das Wissen eines Menschen sowie seine Entwicklungsmöglichkeiten. Um unser Potenzial also zu entfalten, sollten wir auf all unsere Ressourcen gezielt zurückgreifen. Damit wir unsere inneren Ressourcen nutzen können, müssen wir uns derer erst einmal bewusst werden.

24/7 Potenzialentfaltung?

Es ist vollkommen verständlich, dass man aus seinem ungeliebten Job raus möchte. Endlich die Erfüllung im Leben finden. Doch weder Potenzialentfaltung noch ein erfülltes Leben haben etwas damit zu tun, dass wir 24/7 arbeiten, erreichbar sind und keine Pause machen.

Denn das ist genau der falsche Ansatz, wenn wir nur am Arbeiten sind, immer nur erreichbar sind, immer nur Vollgas geben, dann werden wir scheitern. Das hört sich jetzt gemein an, aber es ist leider wahr.

Wir brauchen immer wieder die Ruhephasen und Stille, um uns neu auszurichten, Kraft zu schöpfen und unseren Gedanken freien Lauf zu lassen.

Was kannst du tun, um dein Potenzial voll auszuschöpfen?

Werde dir deiner Stärken bewusst

Hierfür ist es wichtig, dass du herausfindest, welche Fähigkeiten du hast:

  • Was fällt dir leicht?
  • Was macht dir Spaß?
  • Was kannst du besser als andere?

Schaffe einen Ausgleich in deinem Leben

Finde heraus, was die beim runterkommen hilft. Sport, Yoga, Lesen, Spazierengehen, Film schauen, Freunde treffen – egal was, plane es regelmäßig ein, um deinen Stress zu reduzieren.

Organisiere deinen Tag

Vielleicht fällt es dir leichter, wenn du einen Tag oder deine Woche im Vorfeld organisierst, in dem du Blöcke für Arbeit, Soziale Kontakte, Zeit für dich, Sport, etc. bereits festlegst. Hierfür musst du nicht genau festlegen, was du in diesem Block machst. Wenn zum Beispiel „soziale Kontakte“ im Terminkalender steht, kannst du dich mit Freunden im Kino, zu Essen oder zum Sport treffen. Du kannst aber auch Zeit mit deiner Familie, deinem Partner verbringen. Oder du machst ein Ehrenamt und verbringst diesbezüglich Zeit mit anderen Menschen. Du musst also nicht jedes kleine Detail planen. Manchmal hilft es schon, dir einfach nur die Zeit dafür zu nehmen.

Gewohnheiten

Menschen sind Gewohnheitstiere. Uns fällt es also leicht, wenn wir Dinge immer und immer wieder machen, weil wir uns dann nicht mehr aktiv dafür entscheiden müssen. Wenn du nun zum Beispiel Zeiten für dich in deine Woche einbauen möchtest, dann ist es wichtig, dass du daraus eine Gewohnheit entwickelst.

Fokus

Multitasking is out – Focus is in. Wenn du an einer Aufgabe arbeitest oder gerade ein Buch liest oder dich mit Freunden triffst, dann fokussiere dich immer auf den aktuellen Moment. Mache nicht mehrere Dinge auf einmal oder sei auch nicht mit den Gedanken schon bei deiner To-Do von morgen, wenn du dich gerade mit Freunden triffst. Versuche einfach im Moment zu sein und deine ganze Aufmerksamkeit einer Sache zu schenken.

Stelle dich Herausforderungen

Um unser Potenzial zu entfalten, müssen wir über uns selbst hinauswachsen. Das können wir nur, wenn wir uns Herausforderungen stellen und unsere Ängste überwinden.

Probiere Neues aus

Manchmal weißt du vielleicht gar nicht, dass dir etwas Freude bereitet oder du in etwas sehr gut bist. Nämlich dann, wenn du etwas noch nie ausprobiert hast. Irgendwann ist immer das erste Mal.

Hole dir Feedback ein

Es ist immer wieder gut, einen Blick von außen auf unsere Aufgaben, Ideen und unseren Weg verwerfen zu lassen. Denn Dadurch können wir noch einmal neue Blickwinkel erhalten. Wir brauchen den Austausch mit und das Feedback von anderen – die einen mehr, die anderen weniger. Trotzdem können wir nie ganz ohne. Durch den Austausch bekommen wir wieder neue Impulse und Perspektiven. Aus diesem Grund ist es umso wichtig, sich regelmäßig mit anderen auszutauschen.

Erweitere dein Wissen

Bilde dich regelmäßig weiter, in dem du dein Wissen auf dem aktuellen Stand bringst oder etwas komplett Neues lernst.

Verstelle dich nicht

Du kannst nicht herausfinden, was dein Potenzial ist und was dir Erfüllung bietet, wenn du immer versuchst jemand anderes zu sein.

Hast du dein Potenzial schon gefunden?

Fotos
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Kleine Raupe

Kleine Raupe

Ich erzähl dir eine Geschichte

Kurzgeschichte zur Potenzialentfaltung

Es war einmal eine kleine Raupe, die frisch aus einem Ei geschlüpft ist. Die kleine Raupe ist den ganzen lange Tag damit beschäftigt auf ihren Beinchen die Welt zu erkunden. Sie isst viel, denn sie möchte groß und stark werden.

Die kleine Raupe wächst und wächst. Sie lernt andere kleine Raupen kennen, mit denen sie viel Zeit verbringt. Freundschaften entstehen. Sie genießen es gemeinsam durch die Welt zu bummeln und viele neue Blumen und Grashalme zu entdecken.

Eines Tages kommt die kleine Raupe in die Pubertät. Es wird Zeit für sie sich zu verändern. Sie spinnt einen Seidenfaden an einen Grashalm, um sich ganz in Ruhe dieser Veränderung hinzugeben. Nach einigen Monaten ist es soweit und aus der kleinen Raupe ist ein Schmetterling geworden.

Nach der Umwandlung trifft sie auf ihre Freunde. Sie möchte an die schöne Zeit anknüpfen und beginnt mit ihren Freunden wieder die Welt zu erkunden. Doch ihre Freunde sind viel schneller als sie. Es fällt ihr schwer mit ihren Flügeln zu laufen. Sie kann nicht mehr mit ihren Freunden herumtollen und mittlerweile sind sie auch schon genervt, immer warten zu müssen.

Das macht die kleine Raupe traurig. Eines Nachts liegt sie weinend in ihrem Bett. Traurig wie sie ist, wünscht sie sich laut: „Ach hätte ich doch keine Flügel, dann könnte ich mit meinen Freunden herumtollen und das Leben genießen.“ Ein alter und weiser Schmetterling hört die Worte der kleinen Raupe und fragt: „Warum möchtest du denn deine Flügel loswerden?“ Erschrocken antwortet die kleine Raupe: „Damit ich wieder schneller laufen kann und meine Freunde nicht mehr genervt von mir sind.“

Der alte, weise Schmetterling schüttelt mit dem Kopf und sagt: „Mein Kind, siehst du nicht, was für wundervolle Flügel dir die Natur gegeben hat. Du hast diese Flügel nicht erhalten, um weiterhin zu laufen. Fliegen sollst du. Hoch hinaus, um noch viel mehr von der Welt sehen zu können.“

„Aber ich kann doch nicht fliegen. Ich habe nur gelernt, wie man läuft.“

„Genau das ist der Punkt, mein Kind. Du musstest von klein auf lernen, wie du läufst – denn da hattest du noch keine Flügel. Nun kannst du aber lernen zu fliegen, denn du hast alles was du dafür brauchst. Du musst nur entdecken, dass du nicht mehr gemacht bis zu laufen, sondern fürs Fliegen geboren wurdest.“

Nachdenklich schlief die kleine Raupe ein. Am nächsten Morgen wurde sie von Sonnenstrahlen geweckt. Sie wollte zu ihren Freunden gehen, doch die waren längst weitergezogen. Der kleinen Raupe wurde bewusst, dass sie es mit Laufen niemals schaffen würde, ihre Freunde wieder einzuholen. Da kommen ihr die Worte des alten Schmetterlings wieder in den Sinn. `Du wurdest fürs Fliegen geboren‘ – denkt sie sich. Sie hat Angst, denn noch nie zuvor ist sie geflogen. Langsam streckt sie ihre Flügel aus und beginnt zu fliegen. Anfangs klappt es nur sehr holprig und manchmal ist sie fast davor abzustürzen. Aber mit der Zeit wird sie immer besser und besser.

Sie merkt, wie frei sie sich durch das Fliegen fühlt. Zum ersten Mal bemerkt sie auch, wie schön und farbig ihre Flügel sind. Das hatte sie vorher nie sehen können, da sie immer ihre Flügel loswerden wollte.

Mit der Zeit wird die kleine Raupe immer mutiger und beginnt kleine Loopings in der Luft zu fliegen. Sie ist fröhlich und strahlt. Sie trifft auf andere Schmetterlinge. Sie fliegen um die Wette von Blume zu Blume.

Die kleine Raupe ist nun zu einem richtigen Schmetterling geworden.

inspiriert von Brooke Castillo – TheLifeCoachSchoolPodcast Folge 288, https://thelifecoachschool.com/podcast/288/ (Datum: 19.12.2019)

Fotos

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