5 Schritte um negative Glaubenssätze zu verändern

Erkenne deine Glaubenssätze, um sie zu verändern

Manchmal werden negative Gefühle durch Glaubenssätze ausgelöst, die wir in unseren Köpfen verankert haben. Wichtig ist, nur weil wir etwas glauben, muss es nicht wahr sein. Daher erfährst du heute, wie du negative Glaubenssätze erkennst und verändern kannst.

Was sind Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind Annahme für uns, unsere Fähigkeiten und Möglichkeiten bzw. Überzeugungen nach welchen Regeln die Welt funktioniert. Es gibt sowohl positive als auch negative Glaubenssätze. Sie legen unserer Welt ein Schema auf, welche sie vereinfacht bzw. überschaubarer macht. Dadurch sollen wir nicht nur vor negativen Erfahrungen geschützt werden – nach dem Motto „aus den Fehlern der anderen lernen“ – sondern bestimmen auch unser Verhalten. Unsere Glaubenssätze entstehen durch frühere Erlebnisse, unsere Erziehung, unser Umfeld, aber auch durch Vorbilder. Höre ich meine Eltern immer sagen: „Geld verdirbt den Charakter“, dann habe ich eine negative Verbindung zum Geld und werde unbewusst so handeln, dass ich nicht viel Geld verdiene.

Welche negativen Glaubenssätze gibt es?

  • Wer erfolgreich sein will, muss über Leichen gehen.
  • Frauen können kein Auto fahren.
  • Schuster bleib bei deinen Leisten.
  • Ich kann das nicht.
  • Dafür bin ich noch zu jung.
  • Geld verdirbt den Charakter.
  • Indianer kennen keinen Schmerz.
  • Man kann nicht auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen.
  • Bleib, wie du bist!
  • Ich muss etwas leisten, um geliebt zu werden.
  • Frauen gehören an den Herd
  • Die anderen sind besser als ich.
  • Ich habe den Erfolg nicht verdient.
  • Ich bin dumm.
  • Alleine kann man eh nichts ändern.

Um an dieser Stelle nur ein paar Beispiele zu nennen, denn es gibt noch viele weitere negative Glaubenssätze. Jeder Mensch hat auch andere Glaubenssätze, die ihn negativ beeinflussen.

Welche positiven Glaubenssätze gibt es?

  • Ich kann alles schaffen.
  • Alles ist möglich.
  • Andere Menschen lieben und respektieren mich so, wie ich bin.
  • Ich bin genug.
  • Ich liebe meinen Körper wie er ist.
  • Ich bin wertvoll.
  • Geld bewirkt viel Gutes.
  • Geld verschafft mir viele Möglichkeiten.
  • Ich bin ein Glückskind.
  • Ich genieße das Leben.
  • Jeder kann glücklich sein.
  • Ich bin liebenswert.
  • Ich werde meinen Weg finden.
  • Ich darf Geld verlangen.
  • Ich bin intelligent.

Aber es gibt genauso viele positive wie auch negative Glaubenssätze.

    Wie kann ich meine Glaubenssätze verändern?

    Schritt 1: Erkenne deine Glaubenssätze

    Schreibe eine Liste mit allen Glaubenssätzen, die dir gerade einfallen – egal, ob positiv oder negativ. Gehe die nächste Woche aufmerksam durch dein Leben und beobachte, nach welchen Glaubenssätzen du dein Leben auch noch ausrichtest. In den meisten Fällen sind Glaubenssätze so in unserem Unterbewusstsein verankert, dass wir gar nicht wissen, dass wir nach ihnen handeln.

    Schritt 2: Woher hast du deine Glaubenssätze?

    Nehme dir deine Liste zur Hand und frage dich, ob du selbst Erfahren gemacht hast, die dich zu diesen Glaubenssätzen geführt haben oder ob du die Glaubenssätze nur von anderen übernommen hast. Vielleicht sind die Glaubenssätze auch durch Sprichwörter („Ein Indianer kennt keinen Schmerz.“), die in unserer Gesellschaft verbreitet sind, entstanden.

    Schritt 3: Hinterfrage deine Glaubenssätze

    Stelle dir zu jedem Glaubenssatz aus deiner Liste folgende Fragen:

    1. Schränkt mich dieser Glaubenssatz ein?
    2. Ist dieser Glaubenssatz wahr?
    3. Ist dieser Glaubenssatz allgemein gültig?
    4. Gibt es Situationen oder Personen, die diesen Glaubenssatz widerlegen?

    Wenn du zu dem Schluss gekommen bist, dass deine negativen Glaubenssätze nicht allgemein gültig bist und du sie gern verändern möchtest, dann sind die nächsten zwei Schritte wichtig für dich.

    Schritt 4: Positive Glaubenssätze formulieren

    Versuche deine negativen Glaubenssätze in positive Glaubenssätze umzuwandeln.

    „Ich bin dumm.“ Nun denkst du vielleicht, dass „Ich bin nicht dumm.“ der dazu passende positiv formulierte Glaubenssatz ist. Besser ist, wenn du deinen neuen positiven Glaubenssatz ohne das Wörtchen „nicht“ formulierst: „Ich bin Intelligent.“

    Du hast auch die Möglichkeit dir ganz neue positive Glaubenssätze zu überlegen. Frage dich, welche Glaubenssätze dein Zukunfts-Ich hat und formuliere diese für dich aus.

    Nun dieser Schritt alleine hilft dir nicht, denn wenn wir die positiven Glaubenssätze nur aufschreiben, dann sind sie in unserem Gehirn noch nicht verankert. 

    Schritt 5: Glaubenssätze im Unterbewusstsein verankern

    Etwas im Unterbewusstsein zu verankern ist ein langer Prozess. Es bedarf einer gewissen Routine. Wie du positive Glaubenssätze in deinem Unterbewusstsein integrierst, erfährst du in meinem Blogartikel zum Thema Affirmationen.

    Welche Glaubenssätze kennst du?

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